Studium

Die Fachjournalistik Geschichte verbindet ein auf medienhistorische Fragen konzentriertes Geschichtsstudium mit Einblicken in die mediale Praxis und eigenen journalistischen Erfahrungen. Über die Analyse historischer und aktueller Medienprodukte vermittelt das Fach Orientierungswissen, vertiefte historische Kenntnisse und Reflexionsvermögen, es leitet an zu kritischem Denken, klugem Argumentieren und präzisem, gewandtem wissenschaftlichen und journalistischen Schreiben. Die Vorlesungen und Seminare werden von Historikerinnen und Historikern angeboten, die praktischen journalistischen Übungen von Lehrbeauftragen aus der Medienpraxis. Regelmäßig gibt es Veranstaltungen im Team-Teaching und andere Lehrformen, durch die historische Expertise und  (geschichts)theoretische Überlegungen einerseits und praktische Erfordernisse und eigene Logiken der Medienbranche andererseits konstruktiv zusammengeführt werden können.
Das Studienfach gibt es in Deutschland ausschließlich an der JLU in Gießen.

Informationen zum..

Bachelor of Arts (B.A.)
Master of Arts (M.A.)

Aufsätze zum Studiengang

Ulrike Weckel, Verstehen wollen und erzählen können. Fachjournalistik Geschichte an der JLU Gießen, in: Gießener Universitätsblätter 47, 2014, S. 71-78.

Ulrike Weckel und Eva Maria Gajek, Historische Bildung, wissenschaftliches Arbeiten und Medienpraxis. Das Studienfach Fachjournalistik Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen, in: Ulrike Senger/Yvonne Robel/Thorsten Logge (Hg.): Projektlehre im Geschichtsstudium. Verortungen, Praxisberichte und Perspektiven, Bielefeld 2015, S. 117-127.

Nützliches für Studierende

 

Journalismus und Geschichtswissenschaft
Nicht wenige journalistisch Tätige haben einmal Geschichte studiert, und das leuchtet ein. Wer sich dafür interessiert, was Menschen bewegt, welche Wünsche und Ängste sie umtreiben, welche Interessen sie verfolgen, worüber sie mit anderen Menschen oder mit der Staatsmacht in Konflikte geraten, was Gesellschaften zusammenhält und Nationen gegeneinander aufbringt, wie Spannungen ausgetragen und beigelegt werden, wer also menschliches Zusammenleben beobachten, verstehen und es für andere beschreiben und analysieren will, der tut gut daran, nichts für selbstverständlich zu halten. Ein Weg, das eigene Denken in Alternativen zu schulen, ist ein geschichtswissenschaftliches Studium.

Die gegenseitige Affinität von Journalismus und Geschichtswissenschaft ist der Ausgangspunkt für das universitäre Studienfach Fachjournalistik Geschichte. Es ist aus gutem Grund im Historischem Institut angesiedelt und versteht sich nicht wie übliche Journalistik-Studiengänge als Teil der Kommunikationswissenschaft.