Volker Kinkel, M.A.

Otto-Behaghel-Str. 10, 35394 Gießen, Haus C
Sprechzeiten: Nach Vereinbarung
Volker.Kinkel@geschichte.uni-giessen.de

Volker Kinkel lehrt seit 2009 am Historischen Institut, Fachjournalistik Geschichte. Sein Schwerpunkt ist der Hörfunkjournalismus. Hauptberuflich arbeitet er beim Hessischen Rundfunk. Volker Kinkel hat Germanistik, Politik- und Musikwissenschaft an der Universität Köln studiert und dazu noch Volkswirtschaft sozialwissenschaftlicher Richtung bis zum Vordiplom. Schon während seines Studiums machte er Öffentlichkeitsarbeit für verschiedene Verbände und Organisationen. Nach Studium und freier Mitarbeit bei Radio Leverkusen folgte ein Volontariat bei Radio Lippe Welle Hamm. Als Mitarbeiter beim FAZ Business Radio belieferte er in Berlin auch 104.6 RTL, rs2, energy, Spreeradio und den Berliner Rundfunk mit Nachrichten. Im Jahr 2002 wechselte Volker Kinkel dann in die Nachrichtenredaktion des hessischen Privatsenders FFH. Von 2004 bis 2008 war er dort Frühnachrichten-Anchor  und zeitweise auch Redakteur für die Informationsendung am Mittag. Seit 2009 arbeitet er beim Hessischen Rundfunk in der Nachrichtenredaktion.

Schwerpunkte

  • Schreibforschung
  • Oralität
  • Rezipientenforschung
  • Informationsbedürfnis und Angebot
  • Entwicklung der Medien

Publikationen

Schreiben als Prozess: Von der Idee bis zum fertigen Text. Eine Studie der Voraussetzungen, Methoden und Ergebnisse.

Das Buch befasst sich mit der Entstehung von Texten. Volker Kinkel beschreibt darin den Einfluss von Tradition und Überlieferung auf den Autor und untersucht, inwieweit archaische Bausteine aus Mündlichkeit und Schriftlichkeit in Erzählungen wieder auftauchen. Um herauszufinden, wie viel vom Autor selbst in Texten steckt, befasst sich Kinkel mit wichtigen Erkenntnissen der Hirnforschung und untersucht die möglichen Schreibanstöße und ihre Entwicklung. In einem sprachphilosophischen und sprachwissenschaftlichen Exkurs analysiert Kinkel die Materialien des Schreibens, nämlich die Sprache als Bedeutungsträger, die Schrift als deren Symbolträger und die Werkzeuge des Schreibens, wie Stifte oder Computer, und deren Einfluss auf das Schreiben und den Text. Bevor Kinkel dann eine eigene Schreibtheorie entwickelt, erläutert er kurz wichtige Erkenntnisse der empirischen Forschung und befasst sich kritisch mit zwei theoretischen Modellen. Anschließend analysiert er den Prozess des Schreibens zunächst anhand der Aussagen verschiedener Schriftsteller. Dabei stellt er fest, dass eine völlige Abgrenzung des Autors von seiner Biographie unmöglich ist. Schreiben ist immer verbunden mit einer Kommunikationsabsicht, entweder sich Selbst oder einem Anderen gegenüber, eine exakte Trennung zwischen Autor und Text ist genauso wenig möglich, wie die zwischen einer gewollten und einer ungewollten Äußerung. Der Autor tauscht sich sozusagen in den Text. Darin liegt dann zugleich das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft zur Zeit des Schreibens verborgen, der Text bildet die Kultur, deren Geschichte, Autobiographisches und den Entstehungsprozess ab. Kinkel ergänzt, erst die Rezeption des Textes vollendet das Werk, wenn der Leser als Mitautor sich sozusagen in den Text mit einschreibt.

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