Wer die Geschichte erzählt, verändert den Film – Filme mit und ohne Sprechertext im Vergleich

🗓 Dienstag, 20. November 2018, 18 Uhr in Raum C 214

Adrian Oeser ist zu Gast in der Reihe „Stimmen aus der Praxis“ der Fachjournalistisk Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität

Zwei Filme, unterschiedliche Themen aber noch wichtiger: grundverschiedene Macharten. Der Filmemacher Adrian Oeser präsentiert zwei Arbeiten aus seinem Filmstudium, die in ihrem Aufbau verschiedenen Erzählweisen entsprechen. Die Dokumentation Bag Mohajer – Tasche des Flüchtlings porträtiert drei Geflüchtete, die aus den Resten der Schlauchboote und Schwimmwesten, die auf den griechischen Inseln stranden, Taschen nähen. Für sie ein Akt der Selbstermächtigung und ein Weg, ihre Geschichte an Orte zu tragen, an die sie selbst nicht reisen können. Der journalistisch gehaltene Film Von Neonazis und Superhelden – Die Kleinstadt Themar und der Rechtsrock porträtiert Themar in Thüringen. Hier finden seit dem vergangenen Jahr regelmäßig große Rechtsrockkonzerte statt, auf denen sich die militante europäische Neonaziszene vernetzt. Doch in dem Ort regt sich auch Widerstand gegen die rechten Umtriebe. Der Film lässt die verschiedenen Seiten zu Wort kommen und geht der Frage nach, wie die Neonazi-Aktivitäten den kleinen Ort verändert haben.

Nach den Screenings wollen wir diskutieren, wie die Wahl der Form die filmische Erzählweise beeinflusst.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrike Weckel

„Stimmen aus der Praxis“ im Sommersemester 2018

🗓 Donnerstag, 07. Juni 2018, 18 Uhr in Raum C 214

Marc Lepetiti (Berlin), Ausführender Produzent Ufa-Fiction zum Thema:
„Keeping it real!
Wie „authentisch“ können historische Serien sein?“

 

🗓 Dienstag, 19. Juni 2018, 18 Uhr in Raum C 214

Ulla Menke (Bonn), Referentin für digitale Wissenschaftskommunikation zum Thema:
„Folgen Sie mir unauffällig – Bloggende Geisteswissenschaftlerinnen, Twitterstorians und ihre Communities“

 

🗓 Dienstag, 05. Juli 2018, 18 Uhr in Raum C 214

Peter Mücke (Berlin), Korrespondent Bundespolitik
NDR Norddeutscher Rundfunk zum Thema:
„Politik-Journalismus“

 

Von der FaJo in den Beruf: Johanna Kaack, „ZDF-History“ — Geschichte im Fernsehen zwischen „Dokutainment“ und öffentlich-rechtlichem Auftrag

🗓 Dienstag, 30. Januar 2018, 18:30 Uhr in Raum C 113

Geschichte und Unterhaltung — wie passt das zusammen?
Als Gratwanderung zwischen Fakten und Fiktion gehört das sogenannte „Dokutainment“ zu einem der beliebtesten Vermittlungswege historischer Inhalte im Fernsehen. Wie Geschichten aus der Geschichte vor dem Hintergrund eines öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages spannend aufbereitet und erzählt werden, hiervon berichtet Johanna Kaack. In ihrer redaktionellen Arbeit für das Fernsehformat „ZDF-History“ bedient sie tagtäglich die spezifischen Anforderungen dieses Mediums — und seines Publikums. Zugleich gibt sie Einblicke in ihren bisherigen Karriereweg vom Studium der Fachjournalistik Geschichte bis zu ihrer heutigen Position in der Redaktion Zeitgeschichte des ZDF.

Johanna Kaack ist Autorin, Schlussredakteurin und Chefin vom Dienst für das Format „ZDF-History“ in der Redaktion Zeitgeschichte, Absolventin der Fachjournalistik Geschichte

Von der FaJo in den Beruf: Sascha Schmidt, Auf der Suche nach Bildern

🗓 Dienstag, 16. Januar 2018, 18:30 Uhr in Raum C 113

Sascha Schmidt gibt uns Einblicke in seine aktuellsten Filmprojekte (u.a. „Hanomag – Aufstieg und Fall einer Legende“, NDR 2017; „Endstation Freistatt“, NDR 2016 – im Netz verfügbar) und berichtet aus der Praxis über Recherche und Einsatz von Archivfilmaufnahmen für Fernsehdokumentationen mit historischen Themen.

Polit-Journalismus im Zeitalter der Likes und Klicks

🗓 Dienstag, 05. Januar 2018, 18:30 Uhr in Raum C 113

Wie schreibe ich im Internet journalistisch spannend und unterhaltsam über Politik? Wie erreiche ich meine Leser und mache ich auf meine Artikel aufmerksam? Ist Facebook dabei mein Kooperationspartner oder Gegner?

Antworten auf diese Fragen gibt uns der ehemalige Fachjournalistik-Student Lennart Pfahler. Der Politikjournalist berichtet uns zudem über seinen Weg zur Huffington Post, über seinen Arbeitsalltag sowie seine seine Reisen in die USA, die Türkei und den Irak.

Alumni in “Stimmen aus der Praxis”

Im Wintersemester 2017/18 werden drei Absolventinnen und Absolventen der Fachjournalistik Geschichte an die JLU zurückkehren, um zu berichten, wie es nach ihrem Abschluss mit ihnen weitergegangen ist: Peter Mücke ist heute Korrespondent für Bundespolitik des NDR in Berlin, Lennart Pfahler ist seit einiger Zeit für die Huffington Post Deutschland unterwegs, unter anderem in der Türkei, und Johanna Kaack arbeitet in der Redaktion Zeitgeschichte des ZDF. Die Termine geben wir bekannt, sobald sie feststehen.

1917 – Der wahre Oktober

🗓 Donnerstag, 18. Mai 2017, 18:30 Uhr im Kinocenter Gießen

Wie findet man Bilder für filmische Auseinandersetzungen mit historischen Geschehnissen, gar mit Ideen, Erwartungen und Gefühlen von Menschen in der Vergangenheit? Von längst nicht allem, was uns heute interessiert herauszufinden, gibt es aussagekräftige historische Filmaufnahmen. Die Berliner Filmemacher Katrin Rothe und ihr Team sind künstlerisch kreativ geworden, um die Gedanken von fünf Künstlerinnen und Künstlern über die Russische Revolution ins Bild zu setzen. Als animierte Legetrickfiguren lassen sie die Fünf ihren Büchern entsteigen und erzählen, was ihnen 1917 durch den Kopf ging, als sie noch nicht wussten, was aus dieser Revolution werden würde.

Wir haben Filmregisseurin Katrin Rothe im Rahmen unserer Reihe „Stimmen aus der Praxis“ eingeladen, ihren Film 1917 – der wahre Oktober zu zeigen und mit uns zu diskutieren.

https://www.facebook.com/1917derfilm/
http://www.1917-derfilm.de/

Entwicklungen im Online-Journalismus und die Folgen der Digitalisierung

🗓 Montag, 23. Januar 2017, 12:00 Uhr in Hörsaal A 3

Zu Gast ist Christoph Asche, Politik-Redakteur bei der Huffington Post Deutschland.

Die Digitalisierung und die Sozialen Netzwerke im Speziellen haben für die vielleicht größte Revolution im Journalismus gesorgt. Doch was heißt das eigentlich für Leser und Journalisten? Klar ist: Facebook, Twitter & Co. sind als Recherche-Tools und Verbreitungs-Kanäle aus dem Redaktionsalltag nicht mehr wegzudenken. Das Leseverhalten vieler Menschen hat sich stark verändert, jeder kann theoretisch über alles Bescheid wissen. Seitdem 1994 die ersten Medien online gingen, gibt es eine nie für möglich gehaltene Informationsvielfalt – mit der ein Teil der Leser noch immer nicht umzugehen weiß.

Die Debatte um den Umgang mit Hass-Kommentaren im Netz soll daher in dieser Vorlesung ebenso Thema sein wie die Entwicklung des Online-Journalismus von der „kleinen Schwester“ der etablierten Presse zum Taktgeber öffentlicher Debatten. Darüber hinaus soll ein plastischer Einblick in die Arbeitsweise tagesaktuell arbeitender Journalisten gegeben werden.

Journalistisches Arbeiten im langen Format

🗓 Donnerstag, 8. Dezember 2016, 18:15 Uhr in Raum C 027

Andrea Ernst ist zu Gast in der Reihe „Stimmen aus der Praxis“ der Fachjournalistisk Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI)

Journalistisches Arbeiten im langen Format – Wie wird aus einer Fernsehdokumentation ein Kinofilm? Redaktionelle Erfahrungen mit dem Film Taste The Waste

„Frisch auf den Müll“ hieß es vor wenigen Jahren, als zum ersten Mal im deutschen Fernsehen darüber berichtet wurde, dass fast die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen wird. Das meiste landet im Müll, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht. Ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel, ein brauner Fleck am Brokkoli – sofort wird die Ware aussortiert, etwa 15 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland so zu Abfall. Das Öffentlich-Machen dieser Verschwendung und ihrer Folgen ist auf den Journalisten Valentin Thurn zurück zu führen, der seine Recherchen für den WDR vor über sechs Jahren begann. Was bedeutet es redaktionell, wenn aus einer anfangs „kleinen Geschichte“ ein großes gesellschaftliches Thema wird? Wie kann ein brisanter journalistischer Stoff tatsächlich eine ethische Debatte und politisches Handeln auslösen? Was bedeutet die Entwicklung eines Stoffes von der Reportage bis zum erfolgreichen Kinofilm? Anhand von Filmausschnitten berichtet WDR-Redakteurin Andrea Ernst vom journalistischen Wachsen des Themas und seiner nachhaltigen Wirkung.

Veränderungen im Journalismus durch Social Media

🗓 Donnerstag, 17. November 2016, 18 Uhr in Raum C 027

Gregor Mayer ist zu Gast in der Reihe „Stimmen aus der Praxis“ der Fachjournalistisk Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität

Dass sich die Medienbranche einschneidenden Veränderungen ausgesetzt sieht, insbesondere im Nutzungsverhalten der Zuschauer und User, ist offensichtlich. Den Ausgangspunkt bildet die Digitalisierung der Medien, die eine Differenzierung und Konvergenz der Medien sowie eine wachsende Angebots- und Zugangsvielfalt zur Folge hat. Dabei verschmelzen aus Nutzersicht lineare und nicht-lineare Angebote. Zudem setzt eine zunehmende Fragmentierung des Sehverhaltens ein. Aus diesen Veränderungen ergeben sich Fragen nach der Aufgabenstellung von Medien und dem Beruf des Journalisten im Allgemeinen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Besonderen. Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Welche Inhalte brauchen wir heute im Studium, um gut auf eine Beschäftigung in der Medienbranche vorbereitet zu sein? Worauf können wir womöglich verzichten? Vortrag und Gespräch werden um solche Fragen kreisen. Interessant ist dabei auch der Blick über den Tellerrand: Die BBC startet aktuell eine Online-Offensive. Und auch das ZDF beschäftigt sich mit der Medienkonvergenz.