Welche Rolle spielt die Herkunft im deutschen Journalismus?

🗓 Dienstag, 6. Juni 2017, 18 Uhr im Senatssaal, HauptgebĂ€ude Justus-Liebig-UniversitĂ€t

Herkunft als Falle? Journalismus und Migration im 21. Jahrhundert – Über identitĂ€re Fixierungen und fehlende DiversitĂ€t im deutschen Journalismus

Es diskutieren:
Doris Akrap ist Redakteurin der taz und MitbegrĂŒnderin der Reihe Hate Poetry, in welcher JournalistInnen rassistische Leserbriefe vortrugen. Mit ihrem Artikel „RĂŒckkehr nach Flörsheim“ thematisierte sie bereits vor der Verhaftung von Deniz YĂŒcel und den daran anschließenden Diskussionen die Rolle, welche die Herkunft von JournalistInnen in den Medien spielt.

Miltiadis Oulios arbeitet seit vielen Jahren fĂŒr das Radioprogramm WDRcosmo (ehemals) Funkhaus Europa, und in diesem Rahmen hat er die deutsch-griechische Radiosendung Radiopolis entwickelt und moderiert. GegenwĂ€rtig arbeitet er als Radiomoderator, Autor und Reporter in Köln und DĂŒsseldorf. Mit seinem Buch „Blackbox Abschiebung“ hat er einen wichtigen Beitrag zu Fragen der AuslĂ€nder- und Asylpolitik in der Bundesrepublik geleistet. Seine aktuellste Arbeit ist das TheaterstĂŒck „“Warum musste Theo sterben?“ Der NSU, die Einwanderer und der Staat“.

Cigdem Toprak ist Journalistin und schreibt fĂŒr die NZZ und die FAZ. Sie war eine wichtige Stimme in der Debatte ĂŒber den Artikel von Michael Martens und setzte dem Shitstorm in den sozialen Medien, der Martens nach der Veröffentlichung ereilte, einen Kontrapunkt. Sie betreibt einen Blog, auf dem sie neben allgemeinen Themen zur Kultur, Immigration, IdentitĂ€t und Minderheitenpolitik in der TĂŒrkei und der Bundesrepublik ebenfalls Aktuelles wie die Menschenrechte in der TĂŒrkei diskutiert.

Es moderiert:
Greta Olson ist UniversitĂ€tsprofessorin fĂŒr „English and American Literature and Cultural Studies“ an der Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen und beschĂ€ftigt sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit Recht, Literatur, Feminismus und Gender Studies. Sie ist Mitglied in der Forschungsgruppe „Migration und Menschenrechte“ und gehört zugleich dem Zentrum fĂŒr Medien und InteraktivitĂ€t (ZMI) an.