Journalistisches Arbeiten im langen Format

­čŚô Donnerstag, 8. Dezember 2016, 18:15 Uhr in Raum C 027

Andrea Ernst ist zu Gast in der Reihe „Stimmen aus der Praxis“ der Fachjournalistisk Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Zentrum f├╝r Medien und Interaktivit├Ąt (ZMI)

Journalistisches Arbeiten im langen Format – Wie wird aus einer Fernsehdokumentation ein Kinofilm? Redaktionelle Erfahrungen mit dem Film Taste The Waste

ÔÇ×Frisch auf den M├╝ll“ hie├č es vor wenigen Jahren, als zum ersten Mal im deutschen Fernsehen dar├╝ber berichtet wurde, dass fast die H├Ąlfte der Lebensmittel weggeworfen wird. Das meiste landet im M├╝ll, bevor es ├╝berhaupt unseren Esstisch erreicht. Ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel, ein brauner Fleck am Brokkoli ÔÇô sofort wird die Ware aussortiert, etwa 15 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland so zu Abfall. Das ├ľffentlich-Machen dieser Verschwendung und ihrer Folgen ist auf den Journalisten Valentin Thurn zur├╝ck zu f├╝hren, der seine Recherchen f├╝r den WDR vor ├╝ber sechs Jahren begann. Was bedeutet es redaktionell, wenn aus einer anfangs „kleinen Geschichte“ ein gro├čes gesellschaftliches Thema wird? Wie kann ein brisanter journalistischer Stoff tats├Ąchlich eine ethische Debatte und politisches Handeln ausl├Âsen? Was bedeutet die Entwicklung eines Stoffes von der Reportage bis zum erfolgreichen Kinofilm? Anhand von Filmausschnitten berichtet WDR-Redakteurin Andrea Ernst vom journalistischen Wachsen des Themas und seiner nachhaltigen Wirkung.